Aktuelle Veranstaltungen des Collegium Cusanum

Geistliches Programm

  • 19. bis 21. November 2021: Interreligiöse Bildung und Mediation an Schulen

    Schule ist ein Mikrokosmos, in dem gesellschaftliche Veränderungsprozesse frühzeitig sichtbar werden und der herausragende Bedeutung hat als Lernfeld interreligiöser Begegnung und gesellschaftlichen Zusammenhalts. Mit einem Team aus Expertinnen und Experten für interreligiöse Schularbeit aus der Eugen-Biser-Stiftung richtet sich das Seminar im Rahmen des Collegium Cusanum an alle Studierenden, Promovierenden und Altcusaner(innen), die eine berufliche Tätigkeit im schulischen Bereich anstreben oder bereits ausüben. Der Kurs zielt zugleich auf Wissens- und Handlungskompetenzen: Er führt in die Situation religiöser Pluralität in Gesellschaft und Schule ein und vermittelt Grundlagenwissen zum interreligiösen Dialog von Judentum, Christentum und Islam. Während es im ersten Seminar der Reihe im November 2020 um die Förderung sprechfähiger Identitäten des eigenen Glaubens und ihren respektvollen Dialog ging, erweitert sich der Fokus nun auf innovative Formate interreligiöser Bildung aus der Eugen-Biser-Stiftung: Dabei wird der Frage nachgegangen, wie aus konkreten Situationen des Verstehens und Missverstehens eine verbindende Sprach wachsen und ein gelingendes Zusammenleben von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher religiöser Prägung vor dem Hintergrund demokratischer Werte gefördert werden kann. Gemeinsam mit Experten aus der christlichen Religionspädagogik bringen die Rabbinerin Esther Jonas-Märtin und die muslimische Bildungsreferentin Selcen Güzel hierzu vielfältige Praxiserfahrungen ein. Zudem sollen Formate interreligiöser Bildung in der Spezifik der verschiedenen Schulformen (Gymnasium, Mittelschule, Berufsschule) und Altersklassen erprobt werden.

Fachschaftstagung

  • 15 bis 17. Oktober 2021, Kloster Höchst: Your body is your buddy – Lernen mit und über den Körper im (schul)pädagogischen Kontext

    Im Zuge der Aufklärung wurden Körper und Geist streng voneinander getrennt und die Dimension des Denkens über die Körper- und Leiblichkeit gestellt. Laut der Soziologin Anke Abraham habe der Mensch infolgedessen ein durch Disziplinierung, Instrumentalisierung und Tabuisierung entfremdetes Verhältnis zum eigenen Körper entwickelt, was auch in pädagogischen Kontexten zu einer Marginalisierung des Körpers geführt habe. Bereits in den 1980er Jahren wurde daher der Ruf nach einer "Wiederkehr des Körpers", gefordert vom Philosophen Dietmar Kamper und vom Erziehungswissenschaftler Christoph Wulf, lauter.

    Was ist aus diesem "Ruf" geworden? Die vielfältigen Verbindungen zwischen unserem Körper und unserer Psyche wurden in den letzten Jahren intensiv untersucht und belegt. Diese wissenschaftliche Hinwendung zum Körper spiegelt sich auch in der Pädagogik wider. Beispiele hierfür sind der Aufschwung von erlebnis-, tanz- und theaterpädagogischen sowie bewegungsorientierten Ansätzen. Andererseits wird der Körper in der Pädagogik weiterhin marginalisiert. Dies zeigt sich nicht nur auf der theoretischen Ebene, wo Bildung immer noch als auf den Geist und Kognition ausgerichtet bestimmt wird, sondern auch in vielfältigen pädagogischen Praktiken. So wird bspw. in der Schule der ruhige, disziplinierte Körper als besonders lehrsamer Körper stilisiert.

    In der Fachschaftstagung wollen wir diese, durch dieses Spannungsfeld aufgeworfenen Fragen näher betrachten und diskutieren - Wo steht die Thematisierung des Körpers in der Praxis und Wissenschaft der Pädagogik heute? Welche Ansätze gibt es bereits? Wo gibt es Leerstellen? Wie kann der Körper in pädagogischen Kontext eingesetzt, gefördert und bewertet werden? Strukturell wollen wir uns diesen Fragen aus zwei Perspektiven nähern: Das "Lernen mit dem Körper", im Sinne einer didaktischen und leibphänomenologischen Annäherung und das "Lernen über den Körper", als gesellschaftlich-politische Dimension. Neben spannenden Impulsvorträgen und Diskussionen zu den Themen (…) soll auch euer Körper die Gelegenheit bekommen, in diversen Workshops, wie z.B. Tanz- und Theaterpädagogik, Achtsamkeit und Bewegung in der Schule zum Einsatz zu kommen. Über zusätzliche Angebote aus euren Reihen freuen wir uns sehr.

 

 

Ihre Ansprechpartnerin

Dr. Claudia Sofie Schmitz
Projektleiterin

Projektassistenz:
Raphaela Bel
Tel: +49 (0)228 98384-17
raphaela.bel@cusanuswerk.de

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