Cusanuswerk zeichnet vier Musikerinnen und Musiker mit dem „Maria-Ladenburger-Förderpreis für Musik“ 2026 aus

Der „Maria-Ladenburger-Förderpreis für Musik“ geht in diesem Jahr an Erik Breer genannt Nottebohm (Klavier), Laura Handler (Violine), Sara Schlumberger-Ruiz (Violine) und Anna M. Stephany (Mezzosopran). Die Preise wurden im Rahmen eines Preisträgerkonzerts am 3. Juli 2026 im voll besetzten Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses Bonn verliehen. Der „Maria-Ladenburger-Förderpreis für Musik“ wird seit 2020 alle zwei Jahre an herausragende Musikerinnen und Musiker vergeben. Er geht auf eine Initiative der Familie Friederike und Prof. Dr. Clemens Ladenburger zurück und erinnert an ihre Tochter Maria, die bis zu ihrem gewaltsamen Tod Stipendiatin des Cusanuswerks war. Die Aufnahme wird am 15. Oktober 2026 von 20:03 bis 22:00 Uhr in WDR 3 Konzert gesendet. Sie steht danach 30 Tage lang im WDR 3 Konzertplayer zum Nachhören bereit.

„Wer mit einem Stipendium unserer Musikförderung eine Laufbahn im Musikleben starten konnte, ist zuweilen sehr erfolgreich – als Konzertmeisterin, Chefdirigentin, Mitglied in renommierten Orchestern. Und auch mal als Grammy-Preisträger. Dass diese besonderen künstlerischen Biographien, aber auch die vieler anderer Geförderter, die verantwortungsvoll und engagiert in der Musikwelt tätig sind, ihre Inspiration und Ermunterung gerade in der katholischen Begabtenförderung erfahren haben, macht uns im Jubiläumsjahr ganz besonders stolz. Eine auf hohe Begabung und Leistung zielende und zugleich entschieden wertesensible Förderung ist für Kultur und Gesellschaft unverzichtbar“, so Prof. Dr. Georg Braungart, Leiter des Cusanuswerks. 

Das diesjährige Motto des Maria-Ladenburger-Förderpreises für Musik knüpft an das Jahresthema „Freiheit“ des Cusanuswerks im Jubiläumsjahr 2026 an. Seit 70 Jahren eröffnet die Bischöfliche Studienförderung jungen Menschen Räume, in denen Glaube, Begabung und Verantwortung zusammenkommen. Mit „Mut, Unternehmungsgeist und schöpferischer Initiative“ – wie es im Leitbild des Cusanuswerks heißt – haben die Preisträgerinnen und der Preisträger ein Programm gestaltet, das von „Freiheit“ erzählt: in der Eigenständigkeit ihrer Interpretationen und in der Bereitschaft, das Publikum auf unerwartete Wege mitzunehmen. 

Friederike und Prof. Dr. Clemens Ladenburger erinnerten in ihrer Ansprache an den unverzichtbaren, grundlegenden Beitrag der Kunst zur Freiheit einer Gesellschaft: „Sie eröffnet Perspektiven, fördert Empathie und erinnert uns daran, dass Menschen mehr sind als ihre Funktionen oder Rollen. Wo Kunst lebendig ist, dort bleiben auch kritisches Denken, Fantasie und geistige Unabhängigkeit lebendig. Eine freie Gesellschaft braucht nicht nur wirtschaftliche oder politische Freiheit, sondern auch kulturelle Freiheit – die Freiheit, zu fragen, zu träumen, sich auszudrücken und zu hoffen.“

Prof. Josef Protschka, Sprecher der Jury und ehemaliger Rektor der Hochschule für Musik und Tanz Köln, lobte die hohe Qualität der Bewerbungen um den Maria-Ladenburger-Förderpreis und die vier Ausgezeichneten, die sich „mit Talent, Mut, höchstem Arbeitseinsatz und immer neuer Kreativität ganz aufs Spiel setzen, um unserer Welt und uns Menschen die Schönheit und den Sinn unseres Daseins neu zu eröffnen.“ Laudator Dr. Jakob Johannes Koch, Kulturreferent der Deutschen Bischofskonferenz, betonte: „Wer den Konzertflügel unter den Händen von Eric Breer genannt Notteboom erklingen hört, wer das Violinspiel von Laura Handler und Sara Schlumberger-Ruiz vernimmt und wer die Resonanz des Gesangs von Anna Stephany in sich spürt, der geht innerlich gestärkt in jene tätige Auseinandersetzung um das Gute hinein, aus der – recht betrachtet – Demokratie erst erwächst. Wir verdanken dem Auslober-Ehepaar des Preises und den Preisträgerinnen sowie dem Preisträger ein lichtvolles Stück Menschseinsvorsorge in dunklen Zeiten. Dafür gebührt ihnen tiefer Dank!“

 

Der „Maria-Ladenburger-Förderpreis für Musik“

Der „Maria-Ladenburger-Förderpreis für Musik“ wird verliehen vom Cusanuswerk e.V. und der Stiftung Begabtenförderung Cusanuswerk in Kooperation mit der Familie Ladenburger und der Deutschen Bischofskonferenz. Unterstützt wird der Preis von der Sparkasse KölnBonn, die in diesem Jahr ihr 200. Jubiläum feiert und mit ihrem breiten gesellschaftlichen Engagement dafür sorgt, das Leben in Köln und Bonn noch attraktiver zu machen. Die Preisverleihung wurde durch das WDR 3 Kulturradio begleitet. Der Preis wird seit 2020 alle zwei Jahre an herausragende Musikerinnen und Musiker aus der Förderung des Cusanuswerks vergeben. Mit dem Preis will die Familie Ladenburger im Gedenken an ihre Tochter Maria etwas von dem zurückgeben, was diese in der Gemeinschaft der Cusanerinnen und Cusaner an Bildung und spiritueller Prägung empfangen durfte. Mit der Auszeichnung verbunden ist neben einem „Meisterkurs-Stipendium“ in Höhe von 2.000 Euro die Aufzeichnung des Konzerts durch den WDR.

Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger 2026 erfolgte durch eine Fachjury, bestehend aus Valérie Groß (Musikproduzentin), Prof. Volker Jacobsen (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover), Dr. Jakob Johannes Koch (Referent für Kunst, Kultur und Erwachsenenbildung im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz), Christine Lemke-Matwey (Ressortleiterin im Feuilleton der Wochenzeitung DIE ZEIT), Prof. Josef Protschka (Rektor em. der Hochschule für Musik und Tanz Köln) und Prof. Florian Uhlig (Musikhochschule Lübeck).

2019 wurde der Maria-Ladenburger-Fonds in der Stiftung Begabtenförderung Cusanuswerk gegründet; er dient der langfristigen Finanzierung des Förderpreises und kann durch zweckgebundene Spenden unterstützt werden. Hier finden Sie nähere Informationen. Darüber hinaus sind zweckgebundene Spenden an das Cusanuswerk möglich.

Die Pressemitteilung zum Konzert finden Sie hier.

Zum Seitenanfang