Das Cusanuswerk gratuliert Weihbischof emeritus Prof. Dr. Paul Wehrle zum 80. Geburtstag

Prof. Dr. Paul Wehrle, emeritierter Weihbischof im Erzbistum Freiburg, hatte für die Stipendiatinnen und Stipendiaten ein feines Gespür und immer ein offenes Ohr

An diesem Sonntag, dem 7. Juni 2020, wird Prof. Dr. Paul Wehrle, emeritierter Weihbischof im Erzbistum Freiburg, 80 Jahre alt. Zu diesem besonderen Ehrentag gratulieren wir dem Jubilar von Herzen!

Paul Wehrle war ein ganzes Jahrzehnt – von 2002 bis 2012 – Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für das Cusanuswerk und als solcher auch ständiger Gast im cusanischen Beirat. In dieser Zeit prägte er die Bischöfliche Studienförderung auf entscheidende Weise – einen „Glücksfall für das Cusanuswerk“ nannte ihn Prof. Dr. Georg Braungart, der Leiter des Cusanuswerks, anlässlich seiner feierlichen Verabschiedung vom Amt als bischöflicher Beauftragter im November 2012. „Unter der Begleitung von Weihbischof Wehrle und mit seiner Hilfe hat das Cusanuswerk große Veränderungen und Innovationen erlebt. Wir können nur ahnen, was er hinter den Kulissen für die katholische Begabtenförderung getan hat. Wir werden an diese Zeit und an das cusanische Wirken des Jubilars immer in großer Dankbarkeit zurückdenken“, so Prof. Braungart. Nach seiner Tätigkeit als Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für das Cusanuswerk war Prof. Wehrle (bis 2017) zudem auch Mitglied in der Jury zur Verleihung des ‚Cusanuspreises für besonderes gesellschaftliches Engagement‘, den die Stiftung Begabtenförderung Cusanuswerk alle zwei Jahre vergibt.

Der aus Singen bei Konstanz stammende Paul Wehrle wurde 1981 von Papst Johannes Paul II. zum Bischof ernannt und empfing die Bischofsweihe durch den Freiburger Erzbischof Dr. Oskar Saier. Nach Abschluss seiner theologischen und philosophischen Studien empfing er 1969 die Priesterweihe. 1974 wurde er mit einer Arbeit über die Predigtlehre unter dem Einfluss des Aufklärungsprozesses promoviert; 1979 wurde Wehrle Professor für Religionspädagogik und Pastoraltheologie an der Universität Eichstätt; seit 1990 ist er zudem Honorarprofessor an der Universität Freiburg.

Im Rahmen seines bischöflichen Wirkens trug Paul Wehrle insbesondere in der Jugend- und der Hochschulpastoral des Erzbistums Freiburg Verantwortung. Nach dem Amtsverzicht von Erzbischof Saier fungierte er zudem als Diözesanadministrator. Innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz war Weihbischof Wehrle in verschiedenen Kommissionen mit großem Engagement auch überdiözesan tätig; so war er neben seiner cusanischen Tätigkeit zeitgleich auch bischöflicher Beauftragter für den KAAD.

Nach über drei Jahrzehnten im Amt wurde Prof. Wehrle 2012 als Weihbischof emeritiert. Er lebt seitdem im Pfarrhaus der kleinen Gemeinde Liggeringen bei Radolfzell und wirkt – neben seiner Funktion als Ratgeber in übergreifenden Fragen von Pastoral und Wissenschaft – mit großem Engagement als Seelsorger, wo immer man ihn braucht.

„In spiritus fortitudine“ – „In der Kraft des Geistes“, so lautet der bischöfliche Wahlspruch Wehrles. Dieser sei ihm, so sagte Paul Wehrle kürzlich in einem Interview mit dem ‚Konradsblatt‘, in den vergangenen Jahren noch einmal besonders nahegerückt und zur Hilfe geworden. „Und dabei“, so Weihbischof Wehrle, „darf daran erinnert werden, dass gerade die Freude ein typisches Kennzeichen für das Wirken des Geistes Gottes ist.“ Das intellektuelle Profil Wehrles ist bestimmt durch Weitsicht und Kompetenz im Hinblick auf die Rolle der Theologie an der Hochschule (da hat er sich große institutionelle Verdienste erworben) und durch ein feines Gespür für die ästhetischen und künstlerischen Dimensionen von Glaube, Frömmigkeit und Liturgie.

Das Cusanuswerk wünscht dem Jubilar weiterhin viel Freude in seinem so wertvollen Dienst für seine Mitmenschen. In Dankbarkeit schauen wir dabei zurück auf seine großen Verdienste um und für die Begabtenförderung der katholischen Kirche in Deutschland. Von Herzen Glück und Gottes Segen zur Vollendung des 80. Lebensjahres, lieber Weihbischof Wehrle.

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