Veranstaltungen des Collegium Cusanum

Geistliches Programm

  • 20. bis 22. November 2020: Interreligiöse Kompetenz an Schulen: Respekt und Toleranz fördern

    Schule hat herausragende Bedeutung als Lernfeld interreligiöser Begegnung und gesellschaftlichen Zusammenhalts. Mit einem Team aus Expertinnen und Experten für interreligiöse Schularbeit richtet sich das Seminar im Rahmen des Collegium Cusanum an alle Studierenden, Promovierenden und Altcusaner(innen), die eine berufliche Tätigkeit im schulischen Bereich anstreben oder bereits ausüben. Der Kurs zielt zugleich auf Wissens- und Handlungskompetenzen: Er führt in die Situation religiöser Pluralität in Gesellschaft und Schule ein und vermittelt theologisches Grundlagenwissen zum interreligiösen Dialog und zur „abrahamitischen Begegnung“ von Judentum, Christentum und Islam. Besonderes Gewicht liegt zudem auf praktischen Formaten, in denen sprechfähige Identitäten des eigenen Glaubens entwickelt werden können, „Wissen voneinander“ vertieft und ein von gegenseitigem Respekt getragener Umgang von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher religiöser und weltanschaulicher Prägung gefördert wird.

 

Fachschaftstagung

  • 4. bis 6. Dezember 2020: Digitale Fachschaftstagung Collegium Cusanum 2020: „Hilf mir, es selbst zu tun!“ - 150 Jahre Maria Montessori (1870-1952)

    „Hilf mir, es selbst zu tun“ lautet der wohl meist zitierte Grundsatz von Maria Montessori. Sie hat ihn vor gut hundert Jahren formuliert, doch von seiner Aktualität hat er seither nichts eingebüßt. Konzepte wie Selbstständigkeit, Freiwilligkeit und individualisiertes Lernen erreichen heute zu Recht eine immer breitere Öffentlichkeit.

    Freiarbeit, projektbezogenes und jahrgangsübergreifendes Lernen, aber auch Schreiben nach Gehör halten in immer mehr Schulprojekten Einzug. Und an vielen Stellen bestätigen heute Neuro- und Sozialforscher Erkenntnisse, zu denen Maria Montessori Anfang des 20. Jahrhunderts nur durch die genaue Beobachtung von Kindern gekommen war.


    Zugleich besteht noch ein gewisses Spannungsfeld zwischen „Montessori-Pädagogik“, (die vor allem in privaten Bildungseinrichtungen zum Einsatz kommt), und dem eher traditionell geprägten Massen-System Schule. Wie lassen sich Montessoris Grundsätze im schulischen Alltag einbauen? Wie können wir uns in unseren Schulen sukzessive einem achtsamen Miteinander nähern, bei dem die Würde jedes einzelnen Kindes gewahrt bleibt?

    Wie hängen die einzelnen Bausteine bei Maria Montessori zusammen? Wie bauen sie aufeinander auf? Welche Beobachtungen und Erkenntnisse gehören noch dazu, auch über die ersten beiden Entwicklungsphasen des Kindes hinaus (0-6 und 6-12 Jahre)? Welches Menschenbild ist die Basis? Worauf gründet Maria Montessori ihre Pädagogik? Diese und weitere Fragen wollen wir bei der diesjährigen digitalen Fachschaftstagung mit erfahrenen Montessori-Experten diskutieren.

     

 

Ferienakademie

  • Sommer 2021: Lehren. Lernen. Schule machen. Ferienakademie des Collegium Cusanum

    „Teachers make the difference.“ Zu diesem Ergebnis kommt der australische Erziehungswissenschaftler John Hattie in seiner Studie der Einflussfaktoren auf Leistungen von Schülerinnen und Schüler. Lehrende und Pädagoginnen und Pädagogen wirken dabei nicht nur durch ihr Geschick, komplexe Sachverhalte logisch und methodisch ansprechend zu vermitteln, sondern vor allem als Vorbilder. Mit ihrem Verhalten, Denken und Handeln, mit ihren Werten und ihrer Persönlichkeit prägen sie künftige Generationen und haben dadurch eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung, die kaum überschätzt werden kann. Vielleicht erinnern Sie sich selbst an einen Lehrer oder eine Lehrerin, der oder die Sie als Mensch nachhaltig beeindruckt hat?


    Im Rahmen der Akademie beleuchten wir die Vorbildrolle von Lehrenden vor der Leitfrage: Wie können Bildungsprozesse so realisiert werden, dass eine ganzheitliche Bildung junger Menschen zu verantwortungsvollen Persönlichkeiten gelingen kann und darüber hinaus für alle Beteiligten sinnvoll ist? Was können Schule und andere Bildungseinrichtungen dabei leisten, was sollen sie leisten und wo liegen ihre Grenzen?

    Der Leitfrage nähern wir uns aus unterschiedlicher Perspektive: Wir nehmen die Lehrer(innen)-Persönlichkeit in den Blick und gehen der Frage nach, wie sich ein klares Wertebewusstsein und Rollenverständnis entwickeln lassen und im Schulkontext zum Tragen kommen. Dabei spielt die Interaktion zwischen Lernenden und Lehrenden eine zentrale Rolle: Wie kann diese professionell so gestaltet werden, dass Lernen nicht primär als zweckorientierter Fakten-Transfer, sondern als sinnstiftende und begeisternde Horizonterweiterung für die Lernenden erfahrbar wird, bis es „im Klassenraum knistert“ (Hartmut Rosa)? Schließlich rücken die Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt. Denn gerade Bildung ist vor dem christlichen Menschenbild als Dienst am jungen Menschen zu verstehen. Bei allen Diskussionen werden Sie von der kritischen Frage begleitet, ob und wie sich ihre Ideale im Bildungsalltag umsetzen lassen.

    Die Ferienakademie eröffnet Ihnen Raum, über die genannten Aspekte zu reflektieren, Ihre eigene Haltung und Persönlichkeit als Lehrende weiterzuentwickeln. Darüber hinaus werden Sie verschiedene pädagogische Konzepte kritisch diskutieren und eigene Ideen einer ganzheitlichen Bildung entwickeln. Im Gespräch mit verschiedenen Akteuren und Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträgern im Bildungswesen werden sie Ihre Ideale schließlich vor dem Hintergrund von Herausforderungen und Grenzen des Bildungssystems diskutieren.

     

Ihre Ansprechpartnerin

Dr. Claudia Sofie Schmitz
Projektleiterin

Projektassistenz:
Raphaela Bel
Tel: +49 (0)228 98384-17
raphaela.bel(at)cusanuswerk.de

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