2519 Christsein konkret: Kirche im Umbruch
Im Gespräch zwischen der Generation der 70er Jahre und den heutigen Studierenden

Datum: 25.10. - 27.10.2019

Ort: Franz-Hitze-Haus, Münster

Leitung: Dr. Siegfried Kleymann - Geistliche Begleitung:



Inhalte der Veranstaltung

„Die Kirche befindet sich im Umbruch.“ In der Zeit nach dem II. Vatikanischen Konzil (1962 - 1965) war das eine grundlegende Erfahrung der Glaubenden – und was „Umbruch“ war, wurde je nach Sichtweise positiv oder negativ bewertet. Zwischen Aufbruchshoffnung und Krisenstimmung, traditionalistischer Kritik und befreiungstheologischer Konkretisierung entwickelte sich das kirchliche Leben auf sehr unterschiedliche Weise; die Frage nach den Konsequenzen und der „richtigen Auslegung“ der Konzilsdokumente bestimmte die innerkirchliche Auseinandersetzung seit Ende der 60er Jahre und fand für die deutschen Bistümer ein Forum in der Würzburger Synode, bei der von 1971 bis 1975 über die Folgen für die katholische Kirche in Deutschland diskutiert wurde und Wege für eine zukünftige Pastoral beschlossen wurden.

„Kirche im Umbruch“: Wie in der Zeit zwischen II. Vatikanischem Konzil und Würzburger Synode sieht sich die Kirche im Jahr 2019 in epochale Veränderungsprozesse hineingestellt und angesichts des sexuellen und geistlichen Missbrauches, der hierarchischen Leitungsstruktur, der Fragwürdigkeit tradierter Glaubensformen und Moralvorstellungen mit fundamentalen Anfragen konfrontiert. Ob und wie ein von der Bischofskonferenz angestoßener „synodaler Weg“ Aufbruchsperspektiven eröffnet, ist gegenwärtig offen.

In dieser „Umbruch“-Situation wollen wir ein Experiment wagen. Wir laden diejenigen Stipendiatinnen und Stipendiaten, die in der ersten Hälfte der 70er Jahre in der Förderung des Cusanuswerkes waren, und die heutigen Studierenden und Promovierenden zum generationenübergreifenden Dialog ein: über die unterschiedlichen und ähnlichen Hoffnungen und Ärgernisse, Lähmungserscheinungen und Aufbrüche nach dem II. Vatikanischen Konzil und heute. Wir wagen dieses Experiment im Vertrauen, dass sich Menschen verschiedener Generationen etwas zu sagen haben, die Mehraltrigkeit der Kirche Horizontweitung ermöglicht und sich im hörenden Gespräch gangbare Wege zur kirchlichen Erneuerung zeigen.

Teilnehmende aus anderen Altersstufen sind selbstverständlich willkommen; wir bitten jedoch um Verständnis, wenn Cusanerinnen und –Cusaner aus den 70er-Jahren und der heutigen Studierendengeneration bei der Anmeldung in besonderer Weise berücksichtigt werden.  
 

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