Theologischer Grundkurs 2021
„Seht das Kreuz“ – Torheit, Anstoß, Ewige Neuheit

Datum: 01.08. - 11.08.2021

Ort: Priesterseminar Brixen - Brixen, Südtirol, Italien

Leitung: Dr. Milan Wehnert - Geistliche Begleitung: Ruth Keller

Die Anmeldefrist ist abgelaufen.

Inhalte der Veranstaltung

Das Kreuz ist die innere Mitte, der „Konstruktionspunkt“ des Christentums: Theologie, Spiritualität, Gottesdienst und das Menschenbild des Christentums gehen hiervon aus und stoßen immer neu hier an. Doch so allgegenwärtig das Zeichen ist, so wenig sprechen Christinnen und Christen über das Ereignis, das es markiert: Als ein Skandal, als eine Torheit, wie es schon beim Apostel Paulus heißt, scheint das Kreuz eine Scheu auszulösen, die vielfach in einer Vereinseitigung seiner gedachten oder empfundenen Bedeutung gründet. Was fangen wir heute an, mit dem Kreuz?

Und wie spricht Theologie über das Kreuz? Vielschichtig sind schon die Theologien des Kreuzes im Neuen Testament, in denen sich die Erfahrung des Kreuzestodes ausspricht. Die Bezogenheit des christlichen Gottesbildes auf den Menschen in seiner Verletzlichkeit und in seinem Leiden findet darin bleibenden Ausdruck. Zugleich führt das Kreuz hierüber „weit hinaus“, wird Zeichen des Lebens und der Hoffnung. In dieser österlichen Spannung durchzieht das Kreuz das christliche Denken als eine „Figur der Versöhnung“, als ein machtvolles Schnittpunktsymbol zwischen dem „Jetzt und hier“ mit seinen Brüchen und der heilenden, ganzmachenden Gegenwart Gottes. Und doch bleiben gerade das Finden und die aktualisierende Ergründung dieses Schnittpunktes eine stete Herausforderung der christlichen Theologie in ihrem akademischen wie in ihrem geistlichen Anspruch.

Der Grundkurs möchte Sie anhand dieser Frage in die christliche Theologie einführen: Renommierte Expertinnen und Experten diskutieren die Bedeutungsweite des Kreuzes und stellen ausgehend hiervon die Perspektiven und Methoden der Disziplinen „Dogmatik“, „Fundamentaltheologie“, „Kirchengeschichte“ und „Systematische Theologie“ vor. Auch Kunst und Performanz als Aushandlungsweisen von Theologie werden eine Rolle spielen. Besonderer Raum ist neben der akademischen Reflexion zudem für persönliche geistliche Fragen und Horizonten reserviert.

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