Ferienakademie 2 – 2019/20
Die drei ??? Zur Theologie des christlichen Monotheismus

Datum: 04.08. - 16.08.2019

Ort: Regenstauf - 93128 Schloss Spindlhof

Leitung: Dr. Johannes Stollhof - Geistliche Begleitung: Martina Rolfes

Die Anmeldefrist ist abgelaufen.

Inhalte der Veranstaltung


„Gott ist nicht Einsamkeit, sondern vollkommene Gemeinschaft.“
(Papst Benedikt XVI., 22.05.0
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„Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Die Vorstellung der göttlichen Dreifaltigkeit ist wesensprägendes Merkmal des Christentums und für jeden Kirchgänger und jeden Betenden allgegenwärtig durch das Ritual des Kreuzzeichens.

Doch schon die verschiedenen, im Deutschen verwendeten Begrifflichkeiten Dreifaltigkeit und Dreieinigkeit verweisen auf die eigentümliche Spannung, die dieser „Vorstellung“ innezuwohnen scheint. Wenn Christen nicht, wie ein häufiger Vorwurf auch im interreligiösen Dialog lautet, drei verschiedene Götter anbeten, sondern ein einziges Wesen, wie lässt sich dies widerspruchsfrei denken, blickt man etwa auf Betonung von jeweils Vater, Sohn und Heiligen Geist im Kreuzzeichen? Welche Implikationen hat diese „Vorstellung“ für die Konzeption und die Lehre von Gott, auch im Dialog mit Juden und Muslimen? Und welche Konsequenzen könnte dies für das persönliche Glaubensleben und Beten haben?

Die Akademie will Licht in diese Fragen und Problemstellungen bringen und geht, vom Thema inspiriert, ebenfalls triadisch vor: Nach einem Einstieg, der grundlegende Konzepte und Begriffe klären und eine gemeinsame Ausgangsbasis schaffen soll, werden verschiedene Aspekte vertiefend in den Blick genommen, sowohl auf rationaler wie persönlich-affektiver und spiritueller Ebene. So können etwa die theologischen Erkenntnisse in Kunst, Tanz und Text persönlich reflektiert und ausgedrückt werden. Schließlich soll die Relevanz des christlichen Monotheismus in der „Welt von heute“ und die sich daraus ergebenden Problemkonstellationen von Gewalt und Krieg diskutiert werden.

Intensive Lektürephasen und Kleingruppendiskussionen wechseln sich mit Plenumsveranstaltungen und kreativen Phasen ab. In Workshops haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, Einzelaspekte zu diskutieren und kreativ zu werden. Auch dem Open Space zur eigenen Verwirklichung wird ausreichend Zeit eingeräumt sein.

Ziel der Akademie ist es, ein für das Christentum grundlegendes Konzept zu beleuchten und in seiner Bedeutung spirituell, künstlerisch, gesellschaftlich und theologisch sowohl auf der wissenschaftlichen wie auf der persönlichen Ebene zu reflektieren.

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