Ferienakademie 06 – 2023/24
Gott, Göttin, G’tt? Religion und Gender

Datum: 18.09. - 29.09.2023

Ort: Haus Johannisthal - 92670 Windischeschenbach

Leitung: Ulrike Preiss, geb. Lohner - Geistliche Begleitung: Lea Hufnagel

Die Anmeldefrist ist abgelaufen.

Inhalte der Veranstaltung

Aktuelle Fragen rund um das Thema Gender werden in der römisch-katholischen Kirche breit diskutiert. Im Jahr 2019 veröffentlichte die Kongregation für das Katholische Bildungswesen mit dem Schreiben „Als Mann und Frau schuf er sie“ das erste sich explizit der Gender-Frage widmende Vatikanische Dokument. Die Bedeutsamkeit der Genderthematik offenbarte sich auch in der Initiative „Out In Church – Für eine Kirche ohne Angst”, in deren Rahmen queere Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich in der katholischen Kirche in Deutschland tätig sind, elementare Menschenrechte für Homosexuelle, Trans- und Intermenschen in der katholischen Kirche forderten.

Diese Ferienakademie möchte sich mit einigen der zahlreichen Dimensionen der Gender-Diskussionen beschäftigen. Nach einem Einstieg in die Zusammenhänge zwischen Gender und Religion und einem Blick auf die medizinisch-ethischen Aspekte von Geschlecht und sexueller Orientierung widmen wir uns zunächst dem zentralen Schriftstück des christlichen Glaubens: der Bibel. Was kann sie uns über Geschlecht und Gender berichten, und in welchen unterschiedlichen Geschlechter- und Genderrollen wird Gott dargestellt? Wir lernen moraltheologische Überlegungen kennen und fragen, wie Kirche auf unterschiedlichen Ebenen mit Geschlecht und Gender umgeht. Dabei wollen wir nicht nur die katholische Lehr- und Lebenswelt, sondern auch andere Kirchen und Religionen in den Blick nehmen.

Auch die Workshops haben sich der Vielfalt verschrieben. Hier steht die praktische Auseinandersetzung mit Gender im Vordergrund: sei es der Umgang mit Gender und Religion in der Kunst oder Literatur, sei es die Frage, wie Gender(n) im heutigen Kirchenalltag gelingen kann. Zentral sind dabei die Fragen, welche Gender-Vorstellungen zugrunde liegen, welche Ziele erreicht werden wollen und wie dies gelingen kann. Was können und wollen wir von den einzelnen Perspektiven für uns und unser Handeln mitnehmen? Und was bedeuten die Entwicklungen und Initiativen wie "Out in Church" für die Zukunft der Kirche und das Leben in einer christlichen Gemeinschaft?

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