Fachschaft Theologie
Ecclesia semper reformanda? – Wie kann Kirche heute noch glaubwürdig sein?

Datum: 03.10. - 06.10.2019

Ort: Haus Venusberg, Bonn

Leitung: Annika Heberling, Katharina Klaholz, Sarah Scotti, Johanna Tannen - Geistliche Begleitung:

Die Anmeldefrist ist abgelaufen.

Inhalte der Veranstaltung

„Bei allen Formen von „Missbrauch“ geht es um Machtmissbrauch – und im Falle des geistlichen Missbrauchs explizit um geistliche Macht, die höchste Form der Macht“ (Klaus Mertes SJ, 2019).

Missbrauch in seinen verschiedenen Dimensionen lässt sich nicht isoliert betrachten, sondern entstand und entsteht in Kirche und anderen geschlossenen Systemen insbesondere durch Interaktionsformen, Strukturen und ihr Wirken. Sexueller, spiritueller und emotionaler Missbrauch bedeuten für die Institution Kirche eine existenzielle Krise und berühren Fragen von kirchlicher Rechtskultur, Sexualmoral und Ekklesiologie. Besonders mit dem Blick auf Seelsorge als Vollzug des Evangeliums sind Fragen nach den Implikationen zu stellen, um Missbrauch zu verhindern.

Wie sieht kirchliche Seelsorge in Deutschland heute aus und was steht dahinter? Welche heutigen Vorbehalte und Ansprüche müssen im Diskurs bedacht werden? Welche Faktoren sind im kirchlichen System prädestinierend für die Entstehung von geistlichem und physischem Missbrauch, wie kann man ihnen vorbeugen? Wie können wir als Cusaner(innen) unser innovatives Potenzial ausschöpfen und sprachfähig, vielleicht handlungsfähig werden, um die Institution Kirche in ihrem Lernprozess kritisch loyal zu begleiten?

Wir werden diese Fragen nach der Glaubwürdigkeit von Kirche im Vollzug von Seelsorge stellen und diskutieren, bestünde ihre Aufgabe doch eigentlich darin, die Seele zu schützen und sie nicht zu verletzen. Bringt Euch als junge, kritische Katholiken in die Diskussion ein, denn „wir haben eine Verantwortung, die wir an niemanden delegieren können!“ (Marianne Heimbach-Steins, 2019).

Anmeldung ab 15.03.2019 möglich!

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