Fachschaft Jura
Unternehmensverantwortung bei Menschenrechtsverletzungen

Datum: 31.10. - 03.11.2019

Ort: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

Leitung: Katharina Gerhard, Lena Klingebiel, Ronja Busch, Paul Schafmeister, Dominik Schwab, Tim Heidler - Geistliche Begleitung:

Die Anmeldefrist ist abgelaufen.

Inhalte der Veranstaltung

In der Textilindustrie, in der es oft darum geht, die Produktionskosten möglichst gering zu halten, ist das Outsourcing ins Ausland ein beliebtes Instrument, um Verantwortung für Unfälle und Menschenrechtsverletzungen von sich zu weisen. Schnell wird in diesem Zusammenhang der Ruf nach einem besseren Schutz der Angestellten und der Respektierung ihrer „Menschenrechte“ laut, doch ist die Auseinandersetzung und Aufarbeitung solcher Fälle aus rechtlicher Perspektive hoch komplex. Denn es handelt sich hier um einen zuweilen unübersichtlichen Schnittbereich von Völkerrecht, nationalem und internationalem Privatrecht, Gesellschafts- und Strafrecht. So stellt sich die Frage, ob private Unternehmen überhaupt an Menschenrechte gebunden sind und ob ein deutsches Unternehmen für schlechte Arbeitsbedingungen bei einem Zulieferer im Ausland haften muss. Auch prozessual ergeben sich komplexe Probleme: Die Zuständigkeit deutscher Gerichte sowie das anwendbare materielle Recht sind keineswegs selbstverständlich und bedürfen in jedem Einzelfall der Klärung. Diesen und weiteren spannenden Aspekte möchten wir gemeinsam mit euch und ausgewiesenen Expertinnen und Experten auf unserer diesjährigen Fachschaftstagung nachgehen. Wir freuen uns auf euer Kommen!

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