Fachschaft Jura
Ist das Kultur oder muss das weg? - eine Betrachtung der Kulturfreiheit in vergangenen und aktuellen Kontexten

Datum: 29.10. - 01.11.2021

Ort: Haus Werdenfels in Nittendorf (bei Regensburg)

Leitung: Elisabeth Kiesl, Anna Botthof-Stephany, Martha Serwe - Geistliche Begleitung:

Die Anmeldefrist ist abgelaufen.

Inhalte der Veranstaltung

„Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann. Das ist das große Wagnis, das er, um der Freiheit willen, eingegangen ist. Als freiheitlicher Staat kann er einerseits nur bestehen, wenn sich die Freiheit, die er seinen Bürgern gewährt, von innen her, aus der moralischen Substanz des einzelnen und der Homogenität der Gesellschaft, reguliert.”

(Ernst-Wolfgang Böckenförde)


In unserer Verfassung ist die Kunst- und Meinungsfreiheit ein fester Bestandteil. Dennoch mussten sie sich in der Vergangenheit wie in der Gegenwart schon an vielen anderen Gütern messen lassen. Unter anderem stellt die Coronasituation die Kunst- und Meinungsfreiheit gegenwärtig vor besondere und neuartige Fragen. Wie verhält es sich beispielsweise mit den Einschränkungen der Freiheit, die in der Schnittstelle der Berufsfreiheit, der Kultur und den Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus entstehen? Kunst- und Meinungsfreiheit rufen aber auch Gesprächsbedarf hervor, sofern es um die Reibungsfläche des Gedankenguts zwischen Kulturen geht. Besonders an den Schnittstellen zwischen Kunst-/ Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit kommt es häufig zu Konflikten. An welcher Stelle ist folglich eine Freiheit zum Wohle der anderen einzuschränken und welche Verantwortung entsteht dabei für jeden Einzelnen von uns?

Die Fachschaftstagung 2021 hat sich zum Ziel gesetzt, die verschiedenen von der Verfassung festgehaltenen Freiheitsbegriffe mit einem vielseitigen Blick von der Vergangenheit bis in die Gegenwart zu beleuchten und schlussendlich gegeneinander abzuwägen.

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